Erfolgreiche Europa-Premiere: Dokufilm «The Cut» auf Grossleinwand
- Andrea Fischer

- 6. Juli
- 2 Min. Lesezeit
Das Foyer des IMAX Cinema im Verkehrshaus Luzern bot am 5. Juli gegen 18 Uhr ein für Aussenstehende vermutlich eher ungewohntes Bild: Besucherinnen und Besucher mit Westernhut versammeln sich zur Europa-Premiere des Dokumentarfilms «The Cut» und warten gespannt auf die Türöffnung.

The Cut ist mehr als nur eine Dokumentation – es ist eine intime Reise in das Herz des Cutting-Sports, erzählt durch das Leben und Wirken einer seiner grössten Legenden: Buster Welch. Als Pionier, Pferdemann und mehrfacher NCHA Futurity Champion hat Buster nicht nur die Grundlagen des modernen Cuttings mitgeprägt, sondern auch Generationen von Pferden, Reitern und Trainern beeinflusst.
Der Film taucht tief ein in die Geschichte und Philosophie eines Mannes, der mit Pferden sprach, lange bevor andere verstanden, wie man wirklich zuhört. Mit eindrucksvollen Bildern vom texanischen Ranchland, exklusiven Aufnahmen aus Busters letzten aktiven Jahren und seltenem Archivmaterial entsteht ein vielschichtiges Porträt eines Cowboys, für den Instinkt, Timing und Partnerschaft mit dem Pferd keine Technik, sondern Lebenshaltung waren.
Neben Buster treten auch weitere Grössen der Cutting-Welt ins Licht. Unter anderen der leider am 22. März 2025 verstorbene Gary Bellenfant – Futurity-Champion, Horseman und enger Vertrauter. Seine Erinnerungen, sein Respekt und seine eigenen Erfahrungen als Schüler und Freund fügen der Geschichte emotionale Tiefe hinzu. Bellenfant verkörpert die Weitergabe des Feuers, das Buster einst entfacht hat – eine Verbindung, die weit über Technik und Turniere hinausgeht.
The Cut richtet sich an Kenner des Sports, an jene, die den Geruch von Arena-Sand, das gespannte Schweigen vor dem «Cut» und das Gänsehautgefühl eines perfekten Runs verstehen. Aber es ist auch eine universelle Erzählung über Meisterschaft, Demut und die vergängliche Magie zwischen Mensch und Tier.
Fazit: Ein filmisches Denkmal – ehrlich, rau, bewegend – für einen Mann, der nicht nur Pferde trainierte, sondern eine ganze Kultur prägte.

Rund 110 Interessierte aus allen Bereichen der Schweizer Westernszene haben sich im Vorfeld ein Ticket gesichert. Der Event wurde mit sehr viel Herzblut im Namen der National Cutting Horse Association Switzerland organisiert, ja, sogar eine Übersetzung mit Untertitel wurde erarbeitet! Ein herzliches Dankeschön an Eliane und Chris Seiler und das NCHA Switzerland Team.




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