Züchterinfo: Europäische Panel Tests bei der AQHA

Das aktuelle Handbuch der AQHA besagt in Reg108.4, dass alle Besitzer von AQHA Hengsten, die im Jahr 2014 mehr als 25 Stuten in ihrem Breeding Report eingetragen haben, einen Panel Test durch die AQHA durchführen müssen. Dies muss vor der Registrierung der Fohlen geschehen, die aus einer Bedeckung resultieren, die nach dem 1. Januar 2014 vorgenommen wurde. Ab dem Jahr 2015 müssen ALLE American Quarter Horse Hengste, die im Deckeinsatz stehen, einen AQHA Panel Test vorweisen können.

Bei Vatertieren, die schon verstorben sind, aber noch Samen eingefroren haben, kann diese Genuntersuchung auch an den eingelagerten Spermien durchgeführt werden.
Auf Grund von zahlreichen Anfragen der Züchter, ob die von europäischen Laboren (z.B. Laboklin) gemachten Tests durch die AQHA anerkannt würden, hat die DQHA bei der AQHA nochmals nachgefragt und folgende Antwort erhalten:

Die AQHA wird Ergebnisse der Panel Tests akzeptieren, die von anderen Laboren vor dem 31. Oktober 2013 gemacht wurden, solange das Unternehmen dazu berechtigt ist, diesen Test zu machen. Diese Testergebnisse werden mit einem Vermerk versehen.

Jeder Test, der nach dem 31. Oktober 2013 von einem fremden Labor durchgeführt wurde, muss bei der AQHA beantragt und noch einmal durchgeführt werden. Für die Tests, die vor dem 31. Oktober 2013 gemacht wurden, wird eine Kopie des Lizenzvertrags des Unternehmen benötigt, die bestätigt, dass das Unternehmen dazu berechtigt ist, den jeweiligen Test, im Idealfall alle fünf Tests (PSSM, HYPP, HERDA, GBED, MH) durchzuführen.

Häufig wird auch die Frage gestellt, ob denn nicht ein vergünstigter «Panel-Test» (z.B. ohne PSSM) angeboten werden kann, wenn der PSSM Test schon vor dem 31. Oktober 2013 durchgeführt wurde und anerkannt werden kann.

Da die Einzeltests wesentlich teurer sind als der gesamte Panel- Test, wird hier empfohlen, sich für den umfangreicheren Paneltest zu entscheiden,  weil es somit trotz der event. Doppeltestung auf (in diesem Fall) PSSM, die finanziell günstigere Variante ist.

Gen- bzw. Paneltests von American Quarter Horse Deckhengsten müssen also über die AQHA laufen. Damit wird neben einem relativ günstigen Preis auch sichergestellt, dass die Testergebnisse  mit der DNA verglichen werden können, um auch einen Identitätsabgleich zu haben. Zum Anderen erhofft man sich dadurch auf absehbare Zeit Auswertungen erstellen zu können, ob sich bestimmte Gendefekte auf bestimmte Blutlinien zurückführen lassen.

 

Quelle: www.dqha.de

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