Kurs Western Horse Dressage

Vom 8. Oktober 2016 findet auf dem Kollerhof in Berikon (AG) ein weiterer Western Horse Dressage Kurs statt. Organisatorin ist Madeleine Flury, Spanish Angel Farm und Kursleiterin Birgit Bayer aus Deutschland. Birgit Bayer züchtet, trainiert und unterrichtet seit über 20 Jahren sehr erfolgreich Pferd und Reiter. Begonnen hat sie mit dem Klassischen Reitstil, der dann bald in den Westernstil wechselte und sie jeden Tag aufs Neue fasziniert. Sie ist Trainerin A und Richterin für die Westernverbände AQHA, APHA und EWU A/B. Auf ihr Konto gehen bis heute über 80 Gold-, Silber- und Bronze-Medaillen bei Deutschen Meisterschaften und Europameisterschaften. Es wurde angekündigt, dass ab 2018 ist Western Dressage offizielle AQHA Disziplin sein wird.

3 Bewegungen mit unterschiedlichem Hintergrund

  1. Western Dressage in der USA ist dem amerikanischen Verband (bei uns SVPS) unterstellt. Gerichtet werden die Prüfungen von Dressurrichtern. Die Bewegungen des Pferdes werden hoch bewertet und da wird der Warmbluttyp klar bevorzugt.
  2. Cowboy Dressage wurde von enttäuschten Western Dressage-Anhängern erfunden. Es handelt sich dabei eher um eine Showreiterei. Oft wird mit Kandare zweihändig geritten, auch die Viereck-Aufteilung ist anders und das Ganze ist oft weit weg von den klassischen Grundsätzen.
  3. Western Horse Dressage wurde von Hardy Oelke ins Leben gerufen. Weil keine der beiden Richtungen aus USA wirklich gut ist, so dass man sie einfach importieren sollte, wurde als Alternative in Deutschland die “Western Horse Dressage” initiiert.

Worum geht es in der Western Horse Dressage?
In der Western Horse Dressage geht es um feines und korrektes Reiten, wie es beispielsweise auch bei einer Western Horsemanship-Klasse verlangt wird. Aber im Gegensatz zu dem, was auf den meisten Western Shows zu sehen ist, soll hier nicht mit weit durchhängenden Zügeln geritten werden – was immer mehr oder weniger ein Abrichten des Pferdes voraussetzt –, sondern mit feiner Anlehnung und versammeltem Pferd. Der Schwerpunkt liegt auf Sitz und Einwirkung des Reiters. Das Pferd soll mit unsichtbaren Hilfen versammelt werden, und sich selber tragen.

Western Horse Dressage reitet man mit einem Pferd, das am losen aber nicht weggeworfenen Zügel arbeitet und sein Maul geschlossen hält. Es ist erkennbar von hinten nach vorn geritten und fühlt sich in den langsamen wie schnellen Lektionen wohl. Die Hilfen sollen unsichtbar sein, die Versammlung ersichtlich. Das gute Western Dressage Pferd bewegt sich geschmeidig und losgelasssen.

Jutta Brinkmann (Foto- Oliver Goldach)

Jutta Brinkmann (Foto- Oliver Goldach)

Ein weiterer Schwerpunkt der Bewertung ist die Harmonie, die unsichtbare Hilfengebung und das freudige Mitmachen des Pferdes. Zudem müssen die Manöver korrekt ausgeführt werden. Somit wird das Westernreiten nach klassischen Prinzipien gefördert. Westernelemente und Grundsätze der klassischen Dressur vereinen sich zu einer pferdefreundlichen Disziplin.

Sich mit dem Thema Western Horse Dressage zu befassen kann für Reiter und Pferd nur förderlich sein. Vielleicht erkennt man, dass es ganz gut wäre wieder einmal Unterricht bei einem guten Trainer zu nehmen? Ob man sich gegebenenfalls an einer Prüfung anmeldet oder nicht, die klassischen Grundsätze der Dressur sind die Basis eines gut bemuskelten Pferdes welches sich im Gleichgewicht befindet.

Horsemanship gegenüber dem Pferd heisst auch, seinen vierbeinigen Partner mit Respekt und Anstand zu behandeln und das Gefühl zu entwickeln, wo seine Stärken liegen. Das Augenmerk wird vermehrt auf eine solide Basis gelegt. Die Hilfen sind im besten Fall unsichtbar und das Pferd wirkt zufrieden. Der gute Reiter erkennt, dass er sein Pferd gesund reiten soll, dies sowohl physisch als auch psychisch und unabhängig der Reitweise (Englisch oder Western).

Pattern

Beispiel eines Novice Pattern in der Western Horse Dressage

Eine korrekt gerittene Western Horse Dressage ist anspruchsvoll und auch nur so schön anzuschauen, wie der Reiter ausbalanciert reitet und gefühlvoll auf sein Pferd eingeht. Genauso, wie bei jeder anderen Westernreitdisziplin. Was jedermann freuen wird der mit seinem Pferd lernen will: Jeder Teilnehmer bekommt unmittelbar nach seiner Vorführung ein Feedback vom Richter! Es ist keine Minute vergeudet, wenn man sein Pferd biomechanisch korrekt reitet. Es wird es einem durch Gesundheit, Zufriedenheit und seinem Engagement danken.

Infos unter Spanish Angel Farm, hier geht es zur Kursanmeldung Kursdetails:

Teilnehmer Max. 10 (2 Gruppen à 5)
Kurskosten CHF 210.00 pro Tag Pro
Tag 4 Std. Praxis und 1 Std.

Theorie Zuschauer willkommen Fr. 20.00 pro
Tag Boxen auf Anfrage

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