Viel Sport im Oktober-WESTERNER

Foto: Dead ore Alive

Haltung

Mobbel auf Hufen

Wann ist ein Pferd zu  dick?

Dicke Pferde oder Ponys sind hinsichtlich ihrer Gesundheit gefährdet, da die überschüssigen Kilos auch die Gelenke, Knochen und Hufe sowie den Stoffwechsel, Kreislauf und die Atmung belasten. Eine alte Faustregel besagt, dass die Rippen eines Pferdes nicht zu sehen, aber ohne grossen Druck ertastbar sein sollen.

Aber auch ein Pferd mit einem dicken, herausstehenden Bauch muss nicht unbedingt zu dick sein, da dies auch ein Zeichen dafür sein kann, dass das Pferd gerade viel an schwer verdaulichem Futter gefressen hat. So spricht man auch von einem Heu- oder Grasbauch, dessen Volumen nach einigen Stunden von alleine wieder verschwindet. Bilden sich jedoch auf der Kruppe Fettpolster und wirkt der Mähnenkamm dick und schwabbelig, sind dies Anzeichen eines zu dicken Pferdes. Auch wenn Hüfthöcker oder Schultern nicht mehr zu erkennen sind und sich an den Ganaschen oder anderswo Spreckrollen bilden. Objektiv betrachten «Viele Besitzer sind leider überhaupt nicht sensibilisiert auf diese Thematik und kommen gar nicht auf den Gedanken, dass ihr Vierbeiner vielleicht zu schwer ist», weiss Dr. med. vet. Silke Hieronymus aus Hombrechtikon. Hier sind dann ein Massband oder eine Waage dienlich. Auch kann der Futterzustand mit Hilfe des «Body Condition Score» (BCS) ermittelt werden, also der Körperzustandswert. Hierfür werden verschiedene Körperregionen wie Schultern, Hüften oder Mähnenkamm auf einer Skala von 1 bis 9 (9 = sehr fett) beurteilt, wobei der Mittelwert von fünf anzustreben ist: «Ein Fachmann tastet das Pferd ab, verschiebt die Haut und stellt fest, an welchen Stellen Fett übermässig vorhanden ist».
von Karin Rohrer

Event

AMERICANA-Boom ungebrochen:
51.300 Besucher erleben Weltklassereitsport und lassen die Kassen der Aussteller klingeln

Nur ganz knapp wurde der Rekord von 2015 verpasst: 51.300 Besucher kamen aus 28 Ländern auf Europas führende Westernreitveranstaltung um einzukaufen, sich zu informieren und gemeinsam mit Freunden dieses einzigartige Event bis spät in die Nacht zu geniessen. Sehr viel Lob gab es für das erstklassige Reitsportprogramm der AMERICANA, wo die Weltelite der Westernreiter ihr Können demonstrierte.

Bestens angenommen wurden auch die Vorführungen internationaler Top-Trainer in den dicht umlagerten Reitringen – hier konnten die Besucher ihre Idole aus nächster Nähe erleben. Und so konnte auch das am Samstag einsetzende Regenwetter die Stimmung in der Messe Augsburg nicht trüben – die AMERICANA, so das Fazit von Ausstellern, Turnierteilnehmern und Besuchern ist und bleibt ganz einfach das Mass aller (Western-)Dinge! Kauffreudiges Publikum – begeisterte Aussteller Neun von zehn Besuchern haben auf der AMERICANA eingekauft bzw. wollten das noch tun, wie die Befragung durch das Dortmunder Messe-Marktforschungsinstitut Gelszus ergeben hat. Durchschnittlich 465 Euro haben sie ausgegeben – Reiten zählt eben nicht unbedingt zu den preiswertesten Hobbies. Weiter ergab die Befragung: 90% der Besucher reiten selbst, 80% besitzen ein oder mehrere Pferde und (fast) alle sind begeistert: 98% sind mit dem Besuch der AMERICANA voll und ganz zufrieden und empfehlen sie weiter. Entsprechend gut fielen die Ergebnisse der Aussteller aus. Drei von vier Ausstellern (72%) bewerteten den Erfolg ihrer Beteiligung mit «sehr gut» oder «gut», 20% mit «befriedigend». von Ramona Billing

Sport

ERCHA Durango Boots Cowhorse Nations Cup
Eine unglaubliche Aufholjagt endet mit Silber für das Schweizer Team –
Deutschland sichert sich Bronce und Gold geht an Italien 

Zum zweiten Mal in der Geschichte der «European Reined Cow Horse Assossiation- ERCHA» wurde der Nations Cup in der Donnerstagabendshow der AMERICANA ausgetragen. Dieser ist gleichzusetzten mit der FEI Nationen Team Reining World Cup, jedoch in den Rinderdiziplinen und ist weltweit einzigartig. Es sind pro Nation vier Reiter und vier Bridlepferde (Pferd 6-jährig und älter) anzutreten, welche die drei traditionellen Rinderdisziplinen zeigen: Herd Work (Cutting), Rein Work (Reining) und Fence Work (Einzelrind). Die drei höchsten Scores jeder Teildisziplin zählen für die Wertung.

Und so erlebte Schweizer Team denERCHA Durango Boots Cowhorse Nations Cup:
«Wir bedanken uns bei unseren Pferden, sie sind die wahren Stars!» 

Schon die ganze 2017 Showsaision bereiteten wir uns auf das grosse Ereignis an der AMERICANA vor – Auswahlverfahren, Qualifaktionsturniere und Trainings. Im Spätfrühling 2017 stand das Schweizerteam fest – Christoph Seiler, Eliane Gfeller, Shirley Schalcher und Natalie Ten Sijthof – vier erfahrene Cowhorsereiter und vier erfahrene Pferde zwischen 6 und 18 Jahren. Nachdem wir das letzte Jahr den Nations Cup wegen Verletzungen und Krankheiten nur am Rand mitbekamen, wollten wir dieses Jahr alle zusammen mit dabei sein und die Stärken unserer Pferde zeigen. Mit acht Nationen, der Elite der Cowhorsereiter und den stärksten Bridlepferde Europas war der Event zuvor schon in aller Munde.

Sport

Matzendorf Reining Masters 2017
Ein neues Kapitel im Westernreitsport

Seit Jahren hat der Reining-Reitsport seinen festen Platz im Matzendorfer Herbst. Dieses Jahr wurde ein neues Kapitel aufgeschlagen, die mit  $ 25’000added Money dotierten Matzendorf Reining Masters. Eröffnet wurde die Show am Mittwoch mit den Any Horse Any Rider Schulungsklassen.

Das erste Highlight wartete am Freitag auf die Zuschauer – die mit je $ 2000 dotierten Limited/Intermediat Klassen. Die Non Pro Klasse konnte Corinna Schumacher mit Shine N Whiz mit einem Score von 145 für sich entscheiden. Die Open Klasse endete mit einem Tie auf dem ersten Platz, mit einem Score von 146,5 teilten sich Michael Saupe mit Lil Magnum und Daniel Schmutz mit Boemil Twin Topleus den Titel. $ 10’000 Open Trophy und $ 6700 Non Pro Trophy  Der Samstag stand ganz im Zeichen der Trophys  AB Pappy Diamond gegen What A Wave oder Rudi Kronsteiner gegen Bernard Fonck –Gotta Nifty Gun gegen Snips Gotta Bud oder Gina Maria Schumacher gegen Enrico Sciulli. Die Duelle um die diesjährigen NRHA World Champion Titel gingen in Matzendorf in die nächste Runde. In der Non Pro Tophy feierte Gina Maria Schumacher einen Doppelsieg. Sie gewann diese Prüfung mit Gotta Nifty Gun mit einem Score von 224 und belgete mit Gunstep den 2. Platz. Enrico Sciulli ritt mit Snips Gotta Bud und dem Score 220 auf den 3. Platz. In der Open sicherte sich Cira Baeck auf Gunners Snappy Chic mit dem Score von 225 den Sieg, gefolgt von Bernard Fonck welcher mit What A Wave und einem Score von 224.5 den 2. Platz belegte. Mit einem sensationellen Ritt und dem Score von 223.5 sicherte sich Annika Riggenbach mit Great Little Gunner den 3. Platz in dieser Prüfung. von Bettina Galle

Weitere Themen:

– EuroPaint 2017 – Mehr Pferde, mehr Teilnehmer und mehr Starts
– German Open 2017 – Unser Schweizer Team an der German Open 2017
– 13th Cowhorsedays Riggisberg
– Equus Helveticus
– Wenn Jugendliche eine Chance bekommen – Interview mit Shayenne Büchler
– Vorschau: Roping Schweizermeisterschaft und Seminar: Seitengänge richtig Reiten

Viel Spass beim Lesen!

 

 

 

 

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