SQHA: Was will der Richter sehen?

Die vielen Fragen der Teilnehmer zu verschiedenen Themen rund ums Nennen und Starten an unseren Turnieren veranlasste uns, einen Kurs zum Thema «Was der Richter sehen will» und Klassensalat am Big Three zu organisieren. Als Referentin konnten wir Madeleine Häberlin, langjährige Turnierreiterin und Richterin mit Richterkarten der AQHA, APHA, ApHC und der EWU, gewinnen.

Der Kurs war auf einen halben Tag angesetzt die Themen sind jedoch so komplex, dass dieser Zeitrahmen bei weitem nicht ausreichte. So setzte Madeleine den Fokus auf die die Disziplinen Western Horsemanship, Showmanship at Halter und die neue, sehr beliebte Ranch Horse Pleasure-Prüfung. Es haben rund 38 Kursteilnehmer den Weg auf die tolle Anlage von Sattelfest in Seon gefunden, was uns sehr freute.

Madeleine erklärte an anschaulichen Videos was ein korrekter Sitz und Haltung in einer Western Horsemanship und Showmanship ist. Alle «doe’s & dont’s» und neuen Regelungen von Seiten der AQHA. Nicht zuletzt konnten wir von ihrer grossen Showerfahrung profitieren. Sie verriet uns dabei, dass auch sie nach all den Jahren, vor allem bei neuen Prüfungen wie der Ranch Horse Pleasure, unter Lampenfieber leidet. Ihr hilft dabei ein wohl durchdachte Showstrategie.

Eine Showstrategie bedeutet: Wissen was man seinem Pferd und sich selber zutrauen kann

Gut vorbereitet zu sein, bedeutet der halbe Erfolg. Dabei ist es wichtig zu wissen wo die eigenen Grenzen und die seines Partners dem Pferd liegen. Vor allem die anschaulichen AQHA Videos von 4 Horsemanship-Ritten an der AQHA World Show zeigte uns was Strategie bedeutet. Das anspruchvolle Pattern wurde von der ersten Reiterin sehr korrekt geritten. Gewonnen hat aber eine Reiterin, die mit etwas mehr Pep geritten ist. Mir persönlich hat dieser Ritt nicht so gut gefallen, sie wurde jedoch mit dem Sieg dafür belohnt, dass sie mehr Risiko in kauf nahm. Showen bedeutet also auch die Leistung der Mitkonkurrenten im Auge zu behalten, um wenn nötig ein Pattern etwas frecher oder peppiger zu reiten. Dass man hierfür die Bandbreite seines Könnens und natürlich die des Pferdes kennen muss, versteht sich von selbst.

Madeleine empfiehlt auch allen die entsprechenden Regelwerke der Verbände anzuschauen. Viele Fragen beantworten meistens von alleine, zudem kann es eine durchaus überraschend interessante Lektüre sein.

Am Schluss gab es noch einen kleinen Teil zum Thema «Klassensalat» am Big Three und Informationen zu den Themen Mitgliedschaft bei den Verbänden, Besitzerwechsel eines Quarter/Paint Horses und Kastration und das ändern der Papiere.

Ein langer und informationsreicher Tag. Wir danken allen Kursteilnehmern fürs Kommen und natürlich Madeleine Häberlin für die Kursleitung.

Swiss Western Horse © 2016 Frontier Theme