Schlimmer Tierschutzfall im Kanton Thurgau

Es passiert eben doch in unserem Land. Hier, mitten unter uns, wo gemäss Gesetz Tiere keine Ware sind und dementsprechend Rechte haben. Geschockt sah ich heute Morgen die Blickschlagzeile an der VOLG-Kasse: Ex-Mitarbeiterin berichtet von 13 toten Pferden in Hefenhofen TG: Neue Schock-Fotos vom Skandalhof! Zuhause las ich den Artikel und sah die schrecklichen Bilder. (Auch die neue Zürcher Zeitung berichtet darüber).Welch ein Leid müssen und mussten diese armen Pferde erfahren! Aber warum? Überforderung des Besitzers oder einfach Bösartigkeit, Sadismus? Wir kennen die Fakten nicht. Die Bilder jedoch sprechen Bände. Und es ist klar, dass nun gehandelt werden muss! Diese Tiere müssen sofort weg, hier läuft ein erbitterter Wettkampf gegen die Zeit. Die hohen Temperaturen machen es noch dringender.

Weil ich nicht tatenlos dasitzen kann, habe ich Dr. med. vet. Paul Witzig vom Thurgauer Veterinäramt heute eine E-Mail geschrieben, mit der folgenden Frage: «Wird in diesem Fall nun sofort gehandelt, sprich die Tiere beschlagnahmt und in Sicherheit gebracht oder notfalls erlöst?» Ich denke (hoffe) heute wird diesem Amt die Bude eingerennt und die Telefone laufen heiss. Ich bin gespannt, ob ich eine Antwort erhalte …

Zudem hatte ich ein Gespräch mit Frau Frei von der Tierschutzorganisation Tier im Recht. Ich wollte von ihr wissen, ob von ihrer Seite her etwas unternommen werde. Wir hatten ein sehr gutes Gespräch, die Antwort ist etwas ernüchternd, aber hoffnungsvoll. Ihr Informationsstand sei niedrig und nicht alle Behörden arbeiten mit den Tierschutzorganisationen zusammen. Um gezielt etwas auf dem Rechtsweg unternehmen zu können, fehle es in diesem Moment noch an handfesten Fakten. Aber TIR ist dran und verfolgt den Fall.

Wie kann man helfen?

Wer kennt die Zustände auf dem Hof in Hefenhofen oder wer kennt diese Ex-Mitarbeiterin die Anzeige erstattet hat? Alle handfesten Informationen wie Fotos und Augenzeugenberichte sind hilfreich. Bitte meldet sie der Stiftung für das Tier im Recht, Stefanie Frei (frei@tierimrecht.org). Tier im Recht ist eine Organisation die von Rechtsanwälten und Juristen geführt wird. Ziel aller Projekte von Tier im Recht (TIR) ist es, die Beziehung zwischen Tieren und Menschen in Recht, Ethik und Gesellschaft zu verbessern. Sie sind die Anwälte dieser Pferde. Sofern sie genügend handfeste Beweise und Informationen erhalten, haben sie die Möglichkeit zu handeln.

Oder ihr macht es wie ich und schreibt dem Thurgauer Veterinäramt oder einflussreichen Personen aus dem Kanton Thurgau (Wirtschaft/Politik), falls ihr jemanden kennt.

Ich hoffe, dass gehandelt wird und diese Pferde gerettet oder erlöst werden und dem Stallbetreiber ein für alle mal das Handwerk gelegt wird. So etwas darf einfach nicht passieren!

Hier der Link zum Artikel vom Blick (Achtung, die Fotos sind wirklich schonungslos): https://www.blick.ch/news/schweiz/ex-mitarbeiterin-berichtet-von-13-toten-pferden-in-hefenhofen-tg-neue-schock-fotos-vom-skandalhof-id7085962.html

Hier der Link zum Artikel von der Neuen Zürcher Zeitung: https://www.nzz.ch/wirtschaft/kurzmeldungen/tierquaelerei-thurgauer-bauer-laesst-pferde-verhungern-ld.1309038

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