NRHA Breeders Derby 2015 – Grischa Ludwig wird zum zweiten Mal in Folge NRHA Breeders Derby Champion Open, Angelika Schürmann Non Pro

Das NRHA Breeders Derby 2015 ist Geschichte. Sieben Tage lang war die Kreuther Anlage wieder Treffpunkt für die besten Pferde und Reiter Europas. Das Derby war ein ausgesprochen harmonisch ablaufendes Turnier mit jeder Menge sportlicher Highlights. 221 Pferde und 156 Reiter aus acht Nationen waren vor Ort. So kamen insgesamt 731 Starts zusammen. Insgesamt wurden EUR 53.280 Preisgeld ausgeschüttet. Unbestrittene Highlights des Derbys waren die NRHA anerkannten Breeders Derby Klassen für 5- und 6-jährige Pferde, die Bronze Trophys und der CRI 3-Stern, der gleichzeitig letzte Sichtung vor der FEI Europameisterschaft war.

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SMART LIKE CUSTOM Angelika Schürmann (Foto: Art&Light)

Angelika Schürmann und Smart Like Custom gewinnen Breeders Derby Non Pro

Der Finalsamstag bildete wie jedes Jahr den Höhepunkt des Breeders Derbys. Glücklicherweise blieb Kreuth bis auf kurzfristigen Hagel vor dem angesagten Unwetter verschont, so dass es auch nicht an Besuchern mangelte. Die Schlachtenbummler trafen nach und nach schon beim Non Pro Finale ein. Richtig voll wurde es dann in der Open. 17 Pferd-Reiter-Kombinationen hatten es ins Non Pro Finale geschafft. Non Pro Derby Champion 2015 wurde Angelika Schürmann mit ihrem Smart Like Custom. Der 6-jährige AQHA Hengst von Smart Like Juice aus der Custom Rythm, der von Steve Simon gezüchtet wurde, scorte als drittletzter Starter eine 211. Damit lagen die beiden zwar scoremäßig hinter Sophia Lukacikova mit Steppin With Class (Wimpys Little Step x Sassys Classy Chic), die eine 214 errungen hatte. Doch da Sophia nur in der Limited Non Pro gemeldet hatte, ging der Titel an Angelika Schürmann.Ich kann es kaum fassen“, so die strahlende Siegerin. „Ich hatte mich schon ungeheuer über den Reserve Champion Titel gefreut, und dann das… Smart Like Custiom war heute Abend einfach großartig, und das verdanken wir nicht zuletzt unserem Trainer Emanuel Ernst.“ Ernst hat den Hengst seit zwei

Fritz Stoll und Einsteins Delmaso (Foto: Art&Light)

Fritz Stoll und Einsteins Delmaso (Foto: Art&Light)

Jahren im Training und ritt ihn sowohl in Breeders Futurity Bit Open als auch Derby Open Finale. Breeders Derby Reserve Champion wurde mit einem Zähler Abstand der Österreicher Fritz Stoll mit Karin Stolls Einsteins Delmaso (Einsteins Revolution x Star Dun Delmaso, Züchter: Renata Vanzo). Den dritten Platz teilten sich mit einer 209,5 die Vorlaufsbeste Cindy Doll auf Boom Boom Blondy BB (Peekaboom x Peekalight, Züchter: Cira Baeck) und Inna Daug mit Bonita Starlight (Bueno Starlight x Miss Moth Money, Züchter: Brad Lieblong).
Damit ging der Limited Non Pro Derby Champion Titel an die junge Tschechin Sophia Lukacikova mit Steppin With Class (Wimpys Little Step x Sassys Classy Chic), gefolgt von Angelika Schürmann. Der AQHA Hengst Steppin With Class, der aus der Zucht von Mary F. Griffith stammt, machte in dieser Saison bereits auf dem Osterturnier auf sich aufmerksam. Unter Rudi Kronsteiner, bei dem Sophia trainiert, gewann er die Jackpot Open. Der Hengst war 2012 unter Miroslav Baniari AustrianRHA Futurity Champion Level 1 Open und Reserve Champion Level 2 Open. Sophia Lukocikova hatte bereits beim Osterturnier in Wiener Neustadt einen guten Saisonstart. Sie gewann dort die Youth 14-18.

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Coeurs Little Tyke und Grischa Ludwig (Foto: Art&Light)

Breeders Derby Open Champion: Grischa Ludwig und Coeurs Little Tyke

Richtig spannend wurde es im Open Breeders Derby Finale. Die besten 17 von 35 Pferden waren ins Finale gekommen, wobei NRHA Million Dollar Rider Rudi Kronsteiner mit RS Nebbiolo Blue den besten Ritt des Vorlaufs hingelegt hatte. Volker Schmitt hatte als einziger drei Pferde ins Finale geritten, Grischa Ludwig zwei. Am Ende war es Grischa Ludwig, der mit Coeurs Little Tyke seinen zweiten Breeders Derby Open Titel in Folge errang. Die beiden erzielten eine 223 und verwiesen damit Rudi Kronsteiner und RS Nebbiolo Blue mit einer 220 auf Platz 2. “Coeurs Little Tyke war im Finale von Anfang an großartig”, so Grischa noch atemlos, aber glücklich nach dem Ritt. “Und ich bin unglaublich stolz darauf, dass es ein in Deutschland gezogenes und trainiertes Pferd ist. Es zeigt nicht zuletzt auch, dass unser ganzes LQH Team einfach passt!”

Coeurs Little Tyke ist ein 5-jähriger AQHA Hengst von Grischas langjährigem Erfolgspferd  Coeur D Wright Stuff aus der Sweet Remy Chexs, der im Besitz seines Züchters Hans-Georg Holzwarth ist. Das Pferd wurde von Grischa Ludwigs Co-Trainerin Julia Schumacher trainiert, die mit ihm European Futurity Reserve Champion Level 1 und 2 wurde. Für Grischa ist es die erste Saison mit Coeurs Little Tyke – er showte ihn bereits in Lyon , wo die beiden Reserve Champion wurden. “Im Go round waren wir beide noch nicht so ganz aufeinander abgestimmt, aber im Finale passte einfach alles. Er konzentrierte sich von der ersten Sekunde an absolut auf mich – es hat unglaublich Spaß gemacht!”

Reserve Champion Open und damit gleichzeitig Limited Open Derby Champion wurde der dreifache Breeders Derby Champion Open Rudi Kronsteiner mit RS Nebbiolo Blue (Spat A Blue x RS Hollywood Hglo).  Der 6-jährige Hengst stammt aus der Zucht von Claudio Risso und ist im Besitz des KN Reining Resorts Claudio Risso wurde mit ihm 2012 IRHA Futurity Reserve Champion Non Pro. Kronsteiner war mit ihm Co-Champion beim Markel French Derby 2015.

Den Reserve Champion Titel Ltd. Open teilten sich mit einer 216,5 die Österreicherin Valentina Sagmeister auf SZ Gunners Newcomer (Gunner x Cowboys Newcomer, Züchter Stephanie Zotti, Bes. Robert Hahn) und Alexander Ripper auf Jürgen Maibaums Revolutionary Affair (Einsteins Revolutions x Coronas Affair,, Züchter Wagner und Vandorp).

Bronze Trophy Open geht an Emanuel Ernst, Non Pro an Michelle Maibaum
Für Angelika Schürmann war der Breeders Derby Champion Titel nicht der einzige Erfolg. Ihr Gunner-Sohn My Guns Loaded holte unter Emanuel Ernst die Lawson Bronze Trophy Open (220) und gewann die Jackpot Open. Den zweiten Platz teilten sich Felix Schnabel mit Gunner Be Good und Klaus Lechner und Cody Rooster Delmaso (beide 215).

Auch die Bronze Trophy Non Pro ging an einen Gunner: Gunners Jem gewann hier unter Michelle Maibaum und verwies Britta Grönemeyer und Best Spook auf Platz 2 (211).

Grischa Ludwig erringt Sieg im CRI 3-Stern – Longlist für Aachen steht
Der CRI 3 Stern beim NRHA Breeders Derby in Kreuth bildete die letzte Sichtung für die FEI Europameisterschaft in Aachen. Den Sieg trug Grischa Ludwig mit dem 8-jährigen Paint Hengst Shine My Gun (Bes. Stephanie Madaus) davon. Als sechster Reiter in einem 19-köpfigen Starterfeld legte der Bitzer eine 219,5 vor, die keiner der folgenden Reiter mehr überbieten sollte. Platz 2 ging an den NRHA Million Dollar Rider Rudi Kronsteiner auf Dr Lee Hook (Bes. Glis Ranch), der eine 218,5 erzielte. Dritter wurde Oliver Stein mit Timbers Whizzer (Bes. Norbert Wilting) – der Score: 217,5. Grischa Ludwig, der mit Sharp Dressed Shiner bereits die erste Sichtung beim NRHA Germany Osterturnier für sich entschieden hatte, holte 2013 Einzel-Bronze und Mannschaftsgold auf der FEI EM in Augsburg. Bei den Weltreiterspielen kam der Schwabe auf Platz 5 in der Einzelwertung. Mit dem Gunner-Sohn Shine My Gun hat er ein zweites hervorragendes Pferd für die EM qualifizieren können. Mit dem Hengst erzielte Ludwig bereits zahlreiche Erfolge; u.a. gewann er 2013 das Schweizer Derby und war Zweiter beim CRI 3 Stern in Lyon.

Das DOKR gab unmittelbar nach dem CRI seine Entscheidung über die deutsche Longlist bekannt. Diese setzt sich folgendermaßen zusammen: Volker Schmitt mit Smokin Mifillena und Hickory Vintage, Grischa Ludwig mit Shine My Gun und Sharp Dressed Shiner, Stefan Rohde mit Smarty Diamond, Elias Ernst mit USS Dunit, Oliver Stein mit Timbers Whizzer, Verena Klein mit Olena Joe Cody, Mona Dörr mit Snips Mastermind, Steffen Breug mit Quotacrome, Alexander Ripper mit Awesome Pale Boy und FS White King, Jürgen Pieper mit Colonels Tackie Jac, Alexander Koller mit Cowboy Del Cielo sowie Sylvia Rzepka mit The Ladys A Lil Ruf

NRHA Germany Präsident Joachim Zangerle äußerte sich mehr als zufrieden zu dem Turnier. „Das Breeders Derby 2015 zeichnete sich durch hervorragenden Sport und sehr gute Stimmung aus. Die festlich gemachte Siegerehrung kam bestens an, genauso wie das Rider Meeting. Wir bekamen dafür von allen viel Lob, was uns sehr freute und auf unserem Weg bestärkte. Zudem trafen sich auf dem Derby erstmals vier unserer neuen Komitees, was auch schon zu konkreten Vorschlägen gerade in Sachen Show und SSP Programm führte.“

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Weitere Ergebnisse vom Derby: www.nrha.de

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